GAG1

Freiwillige Feuerwehr Viernau

rauchmelder
Notruf3

letzte Änderung:
10.04.2017

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Viernau von 1900 bis 1950

Am 29. Dezember 1900 wurde die Viernauer Feuerwehr sowie die Wehren aus Steinbach-Hallenberg, Bermbach, Springstille, Mehlis und Schmalkalden erneut zu einem Großfeuer in die Nachbargemeinde Herges-Hallenberg gerufen. Insgesamt brannten in dieser Nacht 12 Wohnhäuser, 14 Scheunen und 2 Werkstellen, fast ¼ des Ortes, nieder.

Einäscherung des Wohnhauses des Musicus und Holzhauers Georg Hoffmannbeck am 7. Mai 1902.

Im Jahre 1902, am 12. November , wird ein Wohnhaus in der Bahnhofstraße in Viernau eingeäschert. Am 15.März 1903 inspizierte der Feuerlösch-Direktor der Provinz Sachsen und andere Herren acht Tage lang die Wehren im Kreis Schleusingen, so auch die Viernauer Wehr. Dem Feuerlöschwesen im Kreis Schleusingen wurde ein Lob ausgesprochen. ImApril 1903 beauftragte die Gemeinde Viernau die Firma Paul Gockenbach aus Arnstadt, die örtliche Wasserleitung auszubauen.

In der Nacht vom 29./30. Juli 1906 leistete die Viernauer Feuerwehr wiederum Nachbarschaftshilfe beim Brand der Jung`schen Ziegelei in Herges-Hallenberg, die gänzlich abbrannte. In den Mittagstunden des 20. Oktober 1906 bricht im Hause des Drechsler Karl Henkel im Fischbach durch Überhitzung des Backofens ein Feuer aus. Am Wohnhaus entstand erheblicher Sachschaden. Am 8. April 1907 wurde das Strohlager des Handelsmann Friedrich Häfner in der Nähe des Bahnhofes ein Opfer von Flammen. Bei einem weiteren Brand am 14. April 1907 wurde die Werkstatt und Halle mit dem Holzvorrat des Drechsler A. Hermann vernichtet. Die zwei eingesetzten Handdruckspritzen der Viernauer Feuerwehr konnten das Wohnhaus retten.

Im Jahre 1908 wurde unser Ort von 4 Bränden heimgesucht. So wird am 1. Februar 1908 der Ausbruch eines Brandes in einem Teil der Firma Richard Henkel vermeldet. Kurz darauf kam es zu einem Brand in der „Platzmühle“ der Familie Karl Henkel sowie zu einem Brand im Wohnhaus der Familie Jung an der „Stäte“. Die Feuerwehr verhinderte jeweils größeren Schaden.

Am 21. September 1908 gegen 3 Uhr morgens brach in der Scheune der unteren Mühle (damals Familie Gubitz) ein Großfeuer aus, welches nach kurzer Zeit das ganze Gehöft sowie die angrenzende Grimm`sche Holz-Fabrik zum Teil einäscherte. Es wird berichtet, die Feuergarben flogen über den ganzen Ort, da alle Räume der Mühle mit Futtervorräten gefüllt waren, diese boten dem Feuer reichlich Nahrung. Es erschien daher gleich von Anfang an eine Bewältigung des Feuers aussichtslos. Die Viernauer Feuerwehr, die mit drei Schlauchleitungen angriff, mußte ihre ganze Energie einsetzen, um die Nachbargebäude zu schützen. Um 4 ½ Uhr trafen die herbeigerufenen Feuerwehren aus Schwarza, Herges-Hallenberg und Benshausen ein, sodaß man gegen 6 Uhr das Feuer unter Kontrolle hatte und die Gefahr für die Nachbargebäude gebannt war.

Im Jahre 1908 kam es zur Gründung eines Verbandes der Feuerwehr für den Kreis Schleusingen, welcher in den Folgejahren Verbandstage abhielt. Brandmeister der Viernauer Wehr war inzwischen Wilhelm Baumann, Sohn des vorherigen Brandmeister Johannes Baumann.

Am 14. Juni 1910 zogen mehrere schwere Gewitter über unseren Ort. Es wird berichtet: Viele Blitze gingen zur Erde nieder. Der wolkenbruchartige Regen war mit Hagel untermischt, so daß die Ortsfeuerwehr und die Anwohner einiger Straßen Notbrücken, wegen einer plötzlichen Überschwemmung errichteten. Nachmittags 2 Uhr schlug ein Blitz in die Scheune des Tischlers Wilhelm Hellmann ein und fuhr zur Erde wieder heraus. Ein Entstehungsbrand konnte durch Eingreifen der Anwohner schnell gelöscht werden.

Am 2. September 1911, kurz nach 5 Uhr, entdeckten Holzfuhrleute aus Viernau und Christes im „Schmalmbach“ einen rasch um sich greifenden Waldbrand. Nach Alarmierung eilten die Feuerwehren und hilfsbereite Einwohner der Orte mit Beilen, Schaufeln und anderen Gerätschaften herbei und konnten den Brand auf seinen Herd beschränken. Ein größerer gemischter Waldbestand wurde trotzdem ein Opfer der Flammen.

Der 5. Verbandstag der Feuerwehren des Kreises Schleusingen - Umkreis Suhl - fand am Sonntag, dem 3. August 1913 bei herrlichem Wetter in Viernau statt. Den Bericht gebe ich ungekürzt wieder:

Am Vorabend hatte die Feuerwehr Viernau einen Fackelzug veranstaltet, während die Einwohnerschaft durch Illumination der Häuser ihre Sympathie für die Feuerwehrsache kundgab. Am frühen Morgen schon rückten von allen Seiten die Delegierten der Kreisfeuerwehren im Festorte ein. Die mit der Eisenbahn ankommenden Wehrleute wurden mit Musik am Bahnhof empfangen und in den Ort geleitet. Um 9 Uhr begannen die Verhandlungen mit einer umfangreichen Tagesordnung, an denen auch Herr Reg.-Assessor Fuhrmann als Vertreter des Herrn Landrat Wagner und Herr Amtsvorsteher Lieber vom Amtsbezirk Viernau teilnahmen. Auch die Herren Ortsvorsteher aus Goldlauter und Dietzhausen zeigten durch ihre Teilnahme ihr Interesse für das Feuerlöschwesen. Ortsbehörde und Gemeindevertretung von Viernau waren zahlreich erschienen. Die Verhandlungen wurden von dem Vorsitzenden des Verbandes, Herr Kreisbrandmeister und Branddirektor Kelber, Suhl geleitet und zeigten in ihrem Verlaufe, unterstützt durch die sehr lehrreichen und beifällig aufgenommenen Vorträge des Herrn Brandinspektor Zehner, Suhl und Kreiskommissar Busch, Schleusingen das ernste Bestreben des Verbandes, die Feuerwehrsache des Kreises zum Segen der Orts-Gemeinden zu fördern. Die Übungs- und Angriffs-Exercitien der Feuerwehr Viernau wurden exakt ausgeführt und brachten den Beweis, daß sich die Gemeinde im Ernstfalle auf ihre Wehr verlassen kann. Nach gemeinsamem Mittagessen fand der übliche Festzug durch den Ort statt. Außer den Delegierten des Kreises nahmen Abordnungen der Feuerwehren aus Steinbach-Hallenberg, Mehlis und Zella sowie Krieger-, Militär., Turn- und Gesang-Vereine aus Viernau mit ihren Fahnen und eine große Zahl festlich gekleideter Ehrenjungfrauen teil. Ein richtiges Volksfest entwickelte sich darauf auf dem Festplatze und ein sich anschließender Ball hielt noch manchen Wehrmann von einem frühzeitigen Aufbruche ab. Allen Teilnehmern aber wird der Feuerwehr-Verbandstag in Viernau in seinem schönen Verlauf noch lange in Erinnerung bleiben.

Zwei Tage später, in der Nacht zum 5.August 1913 mußte sich die Ortsfeuerwehr neu bewähren. So wurde das am südlichen Eingang des Dorfes gelegene Wohnhaus der Familie Friedrich Jung ein Raub der Flammen. Es ist vermerkt, daß die hiesige Feuerwehr mit ihren zwei Handdruckspritzen, trotz fleißiger Arbeit der Pumpmannschaften, die wegen ungünstigen Wasserverhältnissen öfters aussetzen mußten, nur die Nebengebäude gerettet wurden. Leider brannte das Wohnhaus ab.

Am 13. Oktober 1914 brach in der Nacht im Drechslerbetrieb der Firma Georg Weyh ein Brand aus. Durch den selbstlosen Einsatz der Nachbarschaft und der Feuerwehr unseres Ortes wurde größerer Schaden verhindert.

Während des 1. Weltkrieges war ein großer Teil der Feuerwehrleute unseres Ortes zum Kriegsdienst eingezogen, so daß man auf ältere, bereits aus dem Dienst ausgeschiedene Wehrmänner, zurückgriff sowie 16-17- jährige Jugendliche zum Dienst heranzog, um die entstandenen Lücken zu schließen.

Noch nicht von den Leiden und Wunden des 1. Weltkrieges erholt, wurde in der Nacht, dem 25. Juli 1919, unser Ort von einem großen Schadenfeuer heimgesucht, welches zwischen 2 und 3 Uhr auf dem Valentin Coburg`schen Grundstück Nr. 24, in der Nähe der damaligen Poststelle (Gasthaus“Grüner Baum“) in einem Seitengebäude zwischen Wohnhaus und Scheune zum Ausbruch kam. Das Coburg`sche Anwesen brannte vollständig nieder. Von hier aus nahm das Feuer seinen Weg nach den Nachbargrundstücken Nr. 25 (Marr) und setzte auf der entgegengesetzten Seite auch die Scheune des Anschütz`schen Anwesen Nr. 23 in Brand. Das Feuer griff auf die angrenzenden Scheunen der Grundstücke 22 - 16 über, so daß insgesamt 10 Scheunen mit ihrem Inhalt an Heu und Stroh sowie eine größere Anzahl Stallgebäude niederbrannten. Ebenso wurde eine Vielzahl an Federvieh und Schweinen ein Opfer der Flammen, während das Großvieh gerettet wurde. Insgesamt kamen 10 Wohnhäuser, besonders in den Dachgeschossen, zu schwerem Schaden. Außer der Viernauer Feuerwehr waren auch die Wehren der Nachbarorte zum Löschen herbeigeeilt.Auf die Mithilfe der Suhler Feuerwehr, welche zuerst auch erbeten war, wurde später wegen der zu großen Entfernung verzichtet. Es wird weiter berichtet, daß es in der Brandnacht, im Gegensatz zu den vorherigen Tagen gänzlich windstill war, sonst hätte der Feuersturm noch mehr Gebäude erfaßt. Insgesamt kamen 19 Familien durch den Brand zu Schaden. Letzterer war sehr groß, da alle Familien äußerst niedrig versichert waren, wie die Bestandsaufnahme des Schadens zeigte. Durch die Feuersbrunst wurde der bis dato älteste umbauter, aber unbewohnter Innenhof des Anwesens Nr. 23, erbaut im Jahre 1623 im fränkischen Baustil, ein Opfer der Flammen. Das abgebrannte Coburg`sche Anwesen Nr. 24 war erst einige Jahre zuvor wieder im fränkischen Baustil neu errichtet worden.

Nach diesem Brand wurde im August 1919 August Hellmann als Brandmeister der Viernauer Feuerwehr eingesetzt und vom Amtsvorsteher bestätigt. Als sein Stellvertreer wurde Christian Dähn berufen. Eine Meldung vom Juli 1921 besagt, daß die inzwischen neuformierte Wehr unseres Ortes ein Scheunenbrand auf dem Schneider`schen Gehöft löschte und die Nachbargebäude vor einem Schaden bewahrte.

Am 2. September 1922 abends 8 ½ Uhr wurde Wohnhaus und Scheune einer Witwe Friedericke Krichling Opfer eines Brandes. Der Schaden war groß, da die Ernte zum Teil schon eingebracht war. Dieses Anwesen brannte bereits schon im Jahre 1893.

Auf dem 10. Verbandstag der Kreisfeuerwehr des Kreises Schleusingen am 12. August 1923 in Suhl erhielt u. a. der aus der Viernauer Wehr wegen Alters ausgeschiedene Gottlieb Heil für 28 Jahre treue Dienste ein Dankschreiben vom Kreis-Brand-Direktor.

In den Vormitttagstunden des 6. Juli 1924 tobte ein schweres Gewitter über Viernau. Durch einen Blitzschlag ging die Scheune einer Witwe Albrecht sofort in Flammen auf. Dank einer starken Brandmauer zwischen Wohnhaus und Scheune konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr das Wohnhaus und die umliegenden Gebäude gerettet werden.

Der XII. Verbandstag der Kreisfeuerwehr des Kreises Schleusingen in Viernau war verbunden mit der Jubiläumsfeier anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Viernauer Feuerwehr im Jahre 1925. Den Jubiläumsbericht, entnommen aus der Suhler Zeitung vom 11. Juni 1925, möchte ich wörtlich wiedergeben, zeigt er doch die Begeisterung der Bürger unseres Ortes um dieses Jubiläum.

XII. Verbandstag der Kreisfeuerwehr - 50 Jahre Feuerwehrjubiläum in Viernau

Am vergangenen Sonntag (7.6. 1925) fand in Viernau der 12. Verbandstag des Feuerwehr-Verbandes des Kreises Schleusingen, Umkreis Suhl, verbunden mit dem 50-jährigen Bestehen der Ortsfeuerwehr Viernau, statt. Schon am Vorabend hatten sich in dem festlich geschmückten Ort zahlreiche Feuerwehr-Leute aus Suhl und der engeren und weiteren Umgebung sowie von anderen Verbänden eingefunden. Bei eintretender Dunkelheit hatten viele Häuser illuminiert (festlich erleuchtet) und die Ortswehr von Viernau mit den zahlreichen Ehrendamen veranstaltete einen imposanten Fackelzug durch den Ort, der bei dem schönen Juni-Nachthimmel einen erhabenen Eindruck hinterließ. Man fand sich dann zu einem gemütlichen Kommers im Liniger`sche Gasthause, bei welchem flotte Musik- und Gesangsstücke sowie humoristische Vorträge in bunter Reihenfolge wechselten. Am Sonntag früh um 6 Uhr war Weckruf. Gegen 9 Uhr führte die Viernauer Wehr unter Leitung ihres Oberbrandmeisters August Hellmann den zahlreich erschienenen Gästen schöne und exakte Schulübungen vor. Auch die darauffolgende Angriffsübung wurde sehr flott durchgeführt und zeugte von der Schlagfertigkeit und Können der Viernauer Wehr. Nach den Vorführungen fand im Gasthaus zum „Grünen Baum“ bei Anwesenheit des Herrn Landrat Apel aus Schleusingen die Verbandssitzung statt. Nach herzlichen Begrüßungsworten des Herrn Gemeindevorsteher Reumschüssel wurde die allgemeine reichhaltige Tagesordnung rasch erledigt. Ein feuerwehrtechnischer Vortrag des Herrn Oberbrandmeister Stöhr von der Betriebsfeuerwehr der Mercedes-Werke in Zella-Mehlis über die verschiedenen Feuerlösch-Apparate und ihrer Anwendung fand sehr aufmerksame Zuhörer und wurde mit großem Beifall aufgenommen. Gegen 1 Uhr waren die Verhandlungen zu Ende und nach einem gemeinsamen Mittagessen formierte man sich zum Festumzug. Außer den Feuerwehrleuten beteiligten sich an diesem auch sämtliche Vereine aus Viernau. In langer Reihe bewegte sich der Zug durch den Ort nach dem Festplatz, wo sich bald ein buntes Leben und Treiben entwickelte. Es wurde hier den Besuchern auch der Feuerlöscher „Radikal“ vorgeführt. Das brennende Objekt (Bretterbude mit Benzin und Teer getränkt) wurde mit verblüffender Schnelligkeit abgelöscht. Nach einigen gemütlichen Stunden, die durch wohlgelungene Musik- und Gesangsvorträge verschönt wurden, erfolgt gegen 7 Uhr der Einmarsch ins Dorf. Abends schloß sich ein flotter Tanz an. So endete das eindrucksvolle Jubiläumsfest in Viernau.

Im September 1927 brannte auf dem Anwesen des Herrn Ferdinand Usbeck in der Springstiller Straße die Scheune und die Geflügelstallungen ab.

Im Jahre 1928 wurde unser Heimatort von mehreren Wohnhausbränden heimgesucht. Das Fazit dieses Jahres:

Am 2. März, nachts 3 Uhr, kam es zu einem Dachstuhlbrand im Wohnhaus der Familie Karl Hessler. Der Brand konnte auf seinen Herd beschränkt werden.

Am 2. Osterfeiertag 1928, abends, brach in der Bermbacher Straße im Wohnhaus der Familie Kühhirt ein Feuer aus und äscherte dieses ein. Auch wurde das angrenzende Wohnhaus der Familie August Henkel von den Flammen ergriffen und dessen Dachstuhl eingeäschert. Ein Übergreifen auf die dicht daneben stehenden Gebäude konnte die Feuerwehr verhindern.

Ein weiterer größerer Brand wird am 23. September 1928 vermeldet. Zwei Wohnhäuser - Ein Doppelhaus, die der Familien Hellmann und der Witwe Bader in der Kirchstraße wurden, trotz schnellem Eingreifens der Feuerwehr, ein Opfer der Flammen. Es entstand beträchtlicher Sachschaden, da bei Ausbruch des Brandes die Bewohner nicht zu Hause waren.

Im Jahre 1928 standen für die Ortsfeuerwehr folgende Vergütungssätze zu Verfügung. Bei Einsätzen einen Stundenlohn von -,80 Pf, für die Steiger -,90 Pf. Der Brandmeister erhielt eine Jahresvergütung von 65 Mark.

Am 19. Juli 1929 traf ein schweres Unglück unsere Gemeinde. Infolge eines schweren Gewitters über unserem Ort ging durch Blitzschlag der Turm unserer Kirche in Flammen auf und brannte trotz eifriger Rettungsversuche durch die Feuerwehr völlig aus. Bei diesem Brand machte sich der Mangel an einer Motorspritze deutlich bemerkbar. Als die herbeigerufene Steinbach-Hallenberger Feuerwehr mit ihrer Motorspritze eintraf, konnte mit vereinter Kraft das Kirchengebäude gerettet werden, wenn auch die Orgel und das Innere der Kirche durch das Löschwasser stark beschädigt wurden.

Weiter wird vermeldet, daß am 9. August 1929 das Wohnhaus einer Familie Karl Albrecht teilweise eingeäschert wurde.

Nach dem frühzeitigen Ableben des Wehrleiters August Hellmann übernahm am 2. September 1929 der bisherige Stellvertreter Christian Dähn das Amt des Wehrleiters und wurde vom Kreis-Brand-Direktor als Brandmeister bestätigt. Im Jahre 1929 bewilligte die Gemeindevertretung, auf Antrag der Ortsfeuerwehr zum Besuch von Führerkursen aus dem Gemeindeetat, einen Betrag von 25,- Mark.

Im Jahre 1931 wurden in unserem Ort zwei Brände registriert und zwar am 20. September 1931 einen Scheunenbrand in der Dolmarstraße beim Altwarenhändler Gustav Teuchert sowie am 21. November 1931 ein Schadenfeuer in der Drechslerfirma Höhn. Durch die Feuerwehr konnten beide Brände auf den Brandherd beschränkt werden.

Um die Einsatzfähigkeit der Ortsfeuerwehr zu erhöhen, befaßten sich die Gemeindevertretung unseres Ortes bereits am 4. Juni 1931 mit Möglichkeiten zur Verbesserung des Löschwesens, unter anderem mit dem auftretendem Wassermangel bei Bränden. So wurde beschlossen, daß die Dolmarstraße umgehendst eine weitere Rohrleitung mit einem Hydranten erhält. In der Nähe der Liniger`schen Gastwirtschaft soll, an Stelle des offen laufenden Brunnen, ein Druckständer eingebaut werden. Ein weiterer Druckständer wird bei der unteren Mühle, in der Nähe des Töpfers und Ofensetzer Schenk installiert, auch wurde die Anlegung eines Feuerlöschteiches in Erwägung gezogen.

Mitte Juni 1932 kam es zu einem Schadenfeuer in der Forststraße. Durch den Brand des Wohnhauses der Familie Hellmann wurden 3 Familien betroffen. Trotz schnellem Einsatz der Feuerwehr entstand großer Sachschaden. (Anmerkung: Kleinstbrände der Jahre 1920 bis 1932 wurden bei der chronologischen Auflistung nicht berücksichtigt)

Im Jahre 1933 wurde in unserem Orte dreimal Feueralarm ausgelöst. Am 26. August nachts um 2 Uhr brach im Anwesen der Familie Friedrich Herrmann in der Kirchstraße ein Feuer aus. Das Wohnhaus wurde stark beschädigt, ein Übergreifen auf ein weiteres Wohnhaus verhinderte die Feuerwehr. Ein weiteres Schadenfeuer äscherte am 12. September das Wohnhaus und die Scheune der Familie Kaspar Dähn in der Bahnhofstraße ein. Schließlich brannte es am 20. November abends in der Holzwarenfabrik des Drechslermeisters Wilhelm Heinrich Albrecht in der Nähe des Bahnhofs. Die Drechslerei brannte völlig ab. Große Hitze und die Explosionsgefahr der Öl- und Lackfässer erschwerten die Löscharbeiten, auch war die Wasserversorgung zu Löschzwecken an dieser abgelegenen Stelle äußerst schwierig.

Auf einer Gemeindevertretersitzung im Juli 1933 wurde der Antrag der Feuerwehr auf Ausbau und Reparatur des Steigerturmes und des Geräteschuppens in der Mühlstraße entsprochen.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde bereits am 15. Dezember 1933 ein neues Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen erlassen. Am 13.
Januar 1934 verfügte der Reichsinnenminister, daß in allen Ortspolizeibereichen FFw einzurichten sind. Es erschien eine Mustersatzung, die alle Wehren zu übernehmen hatten. Aus einer Notiz ist zu ersehen, daß bereits am 21. Februar 1934 auf einer Feuerwehrversammlung in der Gaststätte „Zum Bahnhof“ in Viernau, die anwesenden 29 Kameraden der Viernauer Wehr mit den neuen Bestimmungen vertraut gemacht wurden.

Im Februar 1934 erfolgte im Amtsbezirk Viernau die Vereinigung der Wehren Viernau und Christes mit Sitz in Viernau. (Christes gehörte zum Amtsbezirk Viernau). Der bisherige Wehrführer, Brandmeister Christian Dähn, der Viernauer Wehr wurde zum Hauptbrandmeister ernannt. Ihm zur Seite wurden drei Oberbrandmeister gestellt und zwar: Eduard Fischer, Viernau; Hermann Keiner, Viernau und Gottfried Liebaug, Christes, welche die Löschzüge führten.Die Löschzüge waren aufgeteilt in 1 ½ Löschzug Viernau und ½ Löschzug Christes. Am 10. März 1934 meldete der Hauptbrandmeister Dähn an den Kreiswehrführer, daß die Neuformierung der Viernauer Wehr erfolgte und die vorliegende Mustersatzung angenommen wurde. Auch wurde die Wehr ins Vereinsregister eingetragen. Die Viernauer FFw hatte im Jahre 1934 eine Personalstärke von insgesamt 68 Mann, einschließliche dem Halblöschzug Christes. Dieser bestand aus 22 Männern.

Der 20. Verbandstag der Feuerwehr des Kreises Schleusingen fand am 4. März 1934 in Heinrichs statt. Es war der letzte Verbandstag für die beiden bestehenden Kreisverbände, denn am selben Tage wurde ein neuer Kreisverband für den Kreis Schleusingen gebildet.

Im Jahre 1934 wurde die FFw Viernau zu drei Industriebränden gerufen, so am 13. Januar 1934 zur Mithilfe bei der Löschung eines Brandes in der Schneidemühle der Gebr. Anschütz in Herges-Hallenberg. Der zweite Einsatz erfolgte in den Vormittagsstunden des 19. Juli 1934, als in der erst neu errichteten Siloanlage des Ullmer’schen Sägewerkes Feuer ausbrach und schnell um sich griff. Das dritte Schadenfeuer äscherte im selben Jahr eine Fabrikhalle der Firma Richard Henkel völlig ein. Trotz schnellem Einsatz der Feuerwehr entstand in den angeführten Fällen beträchtlicher Sachschaden.

äAbgebranntes Sgewerk

Das Erinnerungszeichen für 25 Jahre treue Dienste im Feuerlöschwesen erhielt im August 1934 der Wehrmann Hermann Kühhirt während einer Übung.

Im Rahmen der 1. Reichsfeuerschutzwoche am 22. September 1934 wurde eine große Angriffsübung der Viernauer FFw durchgeführt. Angriffsziel war die neben der unteren Mühle stehenden ehemalige Grimm´sche Holzfabrik (später Firma Albrecht). Nach der gelungenen Übung fand ein Propagandaumzug der Feuerwehr zu Werbezwecken durch unseren Ort statt. Ab Ende 1934 spielten bereits die Freiwilligen Feuerwehren eine wichtige Rolle im Rahmen des propagandistischen Luftschutzes und dessen Übungen.

Bis zum Jahre 1934 war die technische Ausrüstung der Viernauer Feuerwehr mangelhaft. Wie schon erwähnt, hatte man zur Brandbekämpfung nur zwei Handdruckspritzen aus den Jahren 1876 und 1892 zur Verfügung u. a. fehlten auch Uniformen sowie andere Feuerwehrausrüstungsgegenstände. So wurde auf einer Sitzung des Viernauer Gemeinderates im Januar 1935 beschlossen, schnellstens eine Motorspritze für die Viernauer Ortsfeuerwehr zu beschaffen. Für einen offenen Restbetrag von 2000,- RM nahm die Gemeinde ein auf fünf Jahre unverzinstes Darlehen bei der Land-Feuersozietät der Provinz Sachsen auf. Die Motorspritze von der Firma E. C. Flader aus Jöhstadt wurde am 2. April 1935 der Gemeinde übergeben. Die Abnahmeprüfung fand am 27. April 1935 statt.

Viele Einwohner hatte dieses Ereignis herbeigelockt, wollte man als Zeuge diese Abnahmeprüfung miterleben. Weiter waren erschienen der Feuerlöschdirektor Scholz aus Magdeburg als Generaldirektor der Land-Feuersozietät der Provinz Sachsen, der Kreiskommissar der Landes-Feuersozietät Pfeufer aus Schleusingen, der Bezirkskommissar Bauß aus Benshausen, der Branddirektor Stöhr aus Zella-Mehlis, Leiter der Mercedes-Betriebsfeuerwehr und als Vertreter der Lieferfirma ein Herr Boehr aus Gotha sowie Bürgermeister Dähn, welcher die auswärtigen Herren begrüßte. Hauptbrandmeister Christian Dähn meldete die angetretene Feuerwehr dem Feuerwehrdirektor Scholz. Die Leistungsprüfung der Motorspritze verlief zur vollsten Zufriedenheit. Sie brachte eine Wassermenge von 800 Liter in der Minute auf den Brandherd.

Das 60-jährige Bestehen der hiesigen Feuerwehr wurde am 30. November 1935 in Form eines wohlgelungenen Kameradschaftsabend würdig begangen.

Im Jahre 1936 wurde unser Ort von Feuer- bzw. Naturkatatastrophen verschont. Ein beginnender Schwelbrand am 2. Oktober 1936 im Sägewerk Menz & Co. konnte durch das entschlossene und beherzte Eingreifen der Viernauer Feuerwehr im Keime erstickt werden. Im Geschäftsjahr 1936 konnte die Gemeinde Viernau, auf Grund ihrer finanziellen Lage nur 16 neue Uniformen beschaffen. So fehlten noch: 22 Stck. Uniformstücke, 30 Stck. Helme, 32 Steigergurte sowie 3 Stck. Gasmasken.

Ihre erste Bewährungsprobe konnte die Ortsfeuerwehr mit der neuen Motorspritze bei einem Industriebrand am 18. März 1937 verzeichnen. Den Bericht möchte ich gekürzt wiedergeben:
Am 18. März 1937 abends zwischen 21.00 und 22.00 Uhr, als die Einwohner im Saale des „Grünen Baum“ einer Veranstaltung beiwohnten, ertönte mitten in das Bühnenstück der Ruf „Feuerwehrleute heraus! Es brennt in der Firma Henkel! Ruhe bewahren!“ Zu dem Brande wird berichtet, daß in der Drechslerei der Firma Richard Henkel ein Feuer ausgebrochen war, welches sehr bedrohliche Formen annahm. Die Feuerwehren von Schmalkalden und Steinbach-Hallenberg waren ebenfalls alarmiert worden. Die heimische Feuerwehr mit ihrer neuen modernen Motorspritze verhinderte ein größeres Ausbreiten des Feuers.

Seit dem Jahre 1936/37 wird die Feuerwehr verstärkt in die Luftschutzübungen des 3. Reiches eingeordnet. Es fanden erste Verdunklungsübungen im Ort statt, im örtlichen Kino wurden entsprechende Filme der Bevölkerung vorgeführt.

Im Jahre 1937 konnten durch die Gemeinde weitere 20 Stck. Uniformen beschafft werden. Im Gemeindeetat des Jahres 1937 standen für die Feuerwehr 1000,- RM zur Verfügung. Am 4. September 1937 besichtigte der Kreiswehrführer Gündel aus Stützerbach die Viernauer FFw, sie zeigte dabei exakte Schul- und Angriffsübungen, wie die damalige Presse meldete.

Eine Brandmeldung aus dem Jahre 1937. Am 21. Oktober war in der Drechslerei des Drechslers Wilhelm Kaufmann in der Bergstraße ein Feuer ausgebrochen. Dank des tatkräftigen Eingreifens der Nachbarschaft und der alarmierten Feuerwehr konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Inzwischen wurde für den Transport des Tragkraftspritzenanhänger ortsansässige Fahrzeughalter verpflichtet, die bei Feueralarm alle Gerätschaften zum Einsatzort bringen mußten.

Am 7. Januar 1938 nahm die Ortsfeuerwehr geschlossen, in der Gaststätte „Weidmannsheil“ an den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen der 1928 gegründeten Sanitätskolonne Viernau teil, denn Feuerwehr und Sanitäter dienen dem Gemeinwohl und gehören zusammen.

Ein neues Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen wurde am 21. Juni 1938 erlassen. In diesem Gesetz wurde die Aufstellung einer Feuerlöschpolizei geregelt.

Unser Heimatort wurde am 21. Juni 1939 von einem Großfeuer heimgesucht. Das größte Sägewerk des damaligen Kreis Schleusingen - Firma Menz & Co. - fiel den Flammen zum Opfer. Gegen 3 Uhr morgens wurde der Brand entdeckt und obwohl die Viernauer Feuerwehr sofort zur Stelle war, kam jede Hilfe zu spät. Auszüge aus der damaligen Pressemeldung:

Das Feuer war im Sägespänekeller unter den Gattern ausgebrochen. Innerhalb einer halben Stunde war das gesamte Werk ein Flammenmeer und um 6 Uhr früh war der größte Teil des Werkes abgebrannt. Neben den aus den Trümmern herausragenden ausgeglühten Gestelle der Gattersägen, waren die Eisenbahnschienen wie eine Schlange gekrümmt und vor Hitze zersprungen. Durch den unermüdlichen Einsatz der herbeigeeilten Wehren konnte das Maschinenhaus mit der Dampfmaschine gerettet werden. Mit dem Wiederaufbau wurde sofort wieder begonnen.

Im Gemeindeetat für das Jahr 1939 standen für die Ortsfeuerwehr insgesamt 1200,- RM zur Verfügung, die für die Erweiterung der technischen Ausrüstung verwand wurden. Im Jahre 1939 wurde im Rahmen der Luftschutzübungen und beginnender Kriegsvorbereitung zu Alarmierungszwecken eine Sirene in unserem Ort installiert.

Mit dem Kriegsausbruch im Jahre 1939 und im weiteren Verlaufe des Krieges verringerte sich die Einsatzstärke der Viernauer Feuerwehr, Jugendliche füllten einen Teil der entstandenen Lücken aus, zu den Luftschutzübungen wurden immer mehr Frauen herangezogen. So fand am 3. und 4. August 1940 auf dem unteren Rasen in Viernau ein große Luftschutzübung statt, an der neben der Feuerwehr und der Sanitätskolonne 400 luftschutzpflichtige Frauen aus den umliegenden Orten an einem zweitätigen Lehrgang teilnahmen.

Daß die Viernauer Feuerwehr trotz aller Mängel und Hemmnisse der Kriegsjahre die ihr übertragenen Aufgaben im wesentlichen löste, zeigt die positive Einschätzung einer Großübung der Viernauer Wehr am 9. Oktober 1940 in Viernau, seitens des damaligen Kreiswehrführers Reinhardt. In einer zweistündigen Angriffsübung unter Leitung von Hauptbrandmeister Christian Dähn war angenommen worden, daß durch Feindeinwirkung eine Brandbombe auf ein Wohnhaus nebst Wirtschaftsgebäude gefallen sei und für weitere Wohnhäuser Brandgefahr bestehe. Auch wurde die Rettung von Personen aus oberen Stockwerken vorgeführt. Am Nachmittag wurde der zur Viernauer Wehr gehörende Löschzug Christes einer Übung unterzogen. Zur Unterstützung für die notwendig werdenden Löschmaßnahmen, wurde im Jahre 1940 in der Talstraße ein Feuerlöschteich angelegt.

In den Mittagsstunden des 22. Juni 1941 kam es zu einem Großbrand in unserer Gemeinde. Zwei Fachwerkhäuser mit Wirtschaftsgebäuden der Familien Henkel und Hoffmannbeck sowie eine Werkstatt für Holzverarbeitung brannten, trotz schnellem Einsatz der FFw Viernau und einer Gruppe der FFw Zella-Mehlis, völlig nieder. Starke Brandmauern verhinderten ein Übergreifen auf die Nachbarhäuser. Die in Bereitschaft stehende Feuerwehr aus Steinbach-Hallenberg wurde nicht mehr eingesetzt.

Zum Schutze der heimatlichen Wälder und Fluren mußten sich, neben den Angehörigen der Viernauer Feuerwehr, am 6. Juli 1941 alle männlichen Personen unseres Ortes im Alter von 16 bis 60 Jahren zu einer Alarmübung auf der Brunnenwiese einfinden. Ein Regierungsoberinspektor aus Suhl war mit Kräften der Polizei und des Feuerlöschwesens nach Viernau gekommen, um eine Übung mit geeigneten Löschmaßnahmen abzuhalten.

Im Mai 1942 konnte ein im Maschinenhaus des Sägewerkes Ullmer ausgebrochener Brand, ehe ein größerer Schaden entstand, durch den schnellen Einsatz der Arbeiter und Einsatzkräfte der FFw gelöscht werden.

Ab dem Kriegsjahr 1943 mußten Kameraden der FFw Viernau, die auf Grund ihres Alters nicht mehr zum Wehrdienst eingezogen wurden, neben Zivilkräften, die Bewachung besonders „kriegswichtiger Objekte“ z. B.. Fabriken, die Eisenbahnbrücken im Fischbach und am „Hergeser Teich“ etc. vornehmen und in den Sommer- und Herbstmonaten nachts als „Flurwache“ Dienst verrichten, um Diebstähle von Feldfrüchten zu verhindern.

Nach Ende des Krieges im Jahre 1945 - so mancher Feuerwehrangehöriger war gefallen, vermißt oder noch in Gefangenschaft - wurde mit der Neuorganisation der hiesigen Feuerwehr begonnen. Nach dem kampflosen Einmarsch amerikanischer Truppen am 3. April 1945 in unserem Ort wurde mit 25, zum Teil noch jungen Männern, eine neue FFw aufgebaut. Sie bestand ihre erste Bewährungsprobe beim Februar-Hochwasser im Jahre 1946, als die Schönau durch eine plötzliche Schneeschmelze über die Ufer trat und Straßen unseres Ortes überflutete.

Am 11. und 12. Juni 1946 raste ein Orkan, dessen Böen Windstärke 11 erreichten, über den ThüringerWald und über unseren Ort. Er brach innerhalb 48 Stunden den gesamten Baumbestand des Paßberges. Tausende Festmeter Nutzholz wurden vernichtet. Neben Mithilfe bei den Aufräumungsarbeiten mußten die FFw die Verbrennung des Reisig überwachen.

Zu einem Löscheinsatz kam es im Herbst 1946, als eine Scheune mit Erntegut auf dem Anwesen der Familie Hugo Günther im Unterdorf abbrannte.

Der im Jahre 1934 gegründete Feuerwehr-Verein Viernau e. V. wurde im März 1948 von Amtswegen aufgelöst.

Anfang 1949 brach im VEB Sitzmöbel- und Holzwarenindustrie Wichtshausen - Betrieb Viernau - (ehemals R. Henkel) ein Brand aus, der rasch durch die FFw unter Kontrolle kam. Ebenfalls kam die Wehr bei einem Scheunenbrand auf dem Anwesen der Familie Hellmann zum Einsatz.

Am 28. August 1949 erschienen die erste Verordnung über das Brandschutzwesen in den Ländern der damaligen sowjetischen Besatzungszone. So fand vom 19. bis 26. September 1949 erstmals in Thüringen eine Woche des Brandschutzes statt.